Türchen #12
Von Anke Triller,
Gästeführerin in
Halle an der Saale
Das Gradierwerk
Bad Kösen
Gesundheitsoase mit
einzigartiger Geschichte
Die Gradierwerke, von Prof. Dr. Herrmann Wirth als ‚Kathedralen des Salinenwesens‘ bezeichnet, sind markante Bauwerke von über 1000 Jahren Geschichte. In Bad Kösen erheben sie sich majestätisch über der Saale und prägen das Bild des Kurorts.
Als Teil des Salinenwesens dienten die Gradierwerke der Konzentration mineralischer Quellen mit hohem Salzgehalt. Ursprünglich als einfache Gestelle mit Strohausfachung konzipiert, wurden sie im Laufe der Zeit zu raffinierten Anlagen weiterentwickelt, die durch den Verdunstungseffekt von Wind und Sonne die Sole konzentrierten.
Von einstigen Gradierhäusern mit mühsamer Handarbeit entwickelten sich die Werke zu effizienten Konstruktionen mit Schwarzdorn-Ausfachung und einer Größe von bis zu 20 Metern Höhe und 2000 Metern Länge. Mit technischem Fortschritt wurden Wasserkraft und Feldgestänge zur Effizienzsteigerung genutzt.
Nach der Blütezeit im 19. Jahrhundert wurden viele Anlagen aufgrund des Steinsalzabbaus obsolet. Einige fanden neue Verwendung als Freiluftinhalationsanlagen. Das Gradierwerk Bad Kösen spiegelt diese Entwicklung wider: einst Teil eines Salzwerks, wurde es zum Mittelpunkt der Soletherapie im 20. Jahrhundert.
Heute sind diese Anlagen ein einzigartiges Zeugnis vergangener Technik, mit einem Zusammenhang zwischen energieerzeugendem Wasserrad, Solschacht und funktionierender Technik. Der Gradierwerkförderverein engagiert sich für den Erhalt dieses bedeutenden technischen Denkmals, das eine wichtige Rolle in der Geschichte des Kurorts spielte.
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